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WAS MEINE ARBEIT SO WERTVOLL FÜR MICH MACHT

Die Fotografie nahm schon immer einen gewissen Teil meiner Lebens ein. Seit Ende 2014 ist sie jedoch zu einem besonderen und wichtigen Teil meines Lebens geworden. Es sind die Gesichter und die Seelen die sich dahinter verbergen die mich so faszinieren. Es ist nicht nur das Fotografieren selbst, was diese Leidenschaft für mich so bedeutungsvoll macht.

Jedes Mal wenn ich einen Menschen vor meiner Kamera habe ist es wie ein Neuanfang. Das Kennenlernen, das Einfühlen und das Erkennen – all das birgt für mich jedes Mal aufs Neue eine wundervolle Herausforderung auf einer ganz sensiblen Ebene. Ich komme meinem gegenüber dabei oft sehr nah, fast grenzüberschreitend nah. Und genau dort herrscht für diesen Augenblick ein besonderes Vertrauen, das ich wertschätze und liebe. Es ist jedes Mal erneut aufregend, ob ich nun einem neuen Gesicht begegne oder eines meiner mir bereits vertrauten Mädchen, die ich immer wieder gerne vor meiner Kamera habe. Da sind versteckte Erwartungshaltungen, Hoffnungen und der Wunsch etwas wunderbares zu kreeiren – auf beiden Seiten.

Noch zu Beginn entsteht da wohl noch etwas Druck, man ist aufgeregt und hat die Sorge es schlichtweg zu verbocken. Doch dann entwickelt sich ein Fluß und das Vetrauen, dass am Ende etwas Zauberhaftes entstanden ist.

Nach diesen Aufeinandertreffen folgt für mich ein weiterer wertvoller Teil meiner Arbeit. Die erste Sichtung und die Vorauswahl der Bilder. Ich lasse die Bilder auf mich wirken und wähle bereits hier schon ein Bild aus, daß ich bearbeiten möchte. Es gibt Bilder, die einen ganz besonderen Moment eingefangen haben. Bilder, die eine Kleinigkeit in sich tragen, die ich nicht mit ein paar Worten beschreiben kann. Es ist eine Nuance, wein winziges Merkmal das mich anspricht. Ein kleiner Ausdruck von Verletzlichkeit und Persönlichkeit im Gesicht meines Models. Diese Bilder machen mich am Ende des Tages glücklich.

Bei freien Arbeiten habe ich hier meist die freie Wahl und es gibt Kundinnen und Kunden, die mir bei der Auswahl ebenfalls die Entscheidung überlassen.  Auch das ist ein Zeichen von Vertrauen das ich wertschätze, weil ich mich hier genau den Bildern widmen darf, die mich ganz persönlich berühren. Selbstverständlich besteht aber immer die Möglichkeit der freien Bilderwahl. Am Ende ist es das Wichtigste für mich, dass sich der Mensch auf den Bildern selbst erkennt und liebt.

Meine Arbeit hat mich auf viele liebenswerte und wunderbare Menschen treffen lassen. Jeder trägt eine Geschichte mit sich herum und einen kleinen Teil davon teilen sie mit mir. Und sei es nur die Erinnerung an diesen Moment, in dem die Bilder entstanden sind. Dafür bin ich dankbar.

Nicht ohne meine Kamera

Kennt ihr das, wenn ihr zu lange Tetris gespielt habt und ihr überlegt euch beim Spazieren, wie ihr die Häuser drehen und wenden könnt, damit sie in die Lücke passen? So geht es mir generell mit der Fotografie. Ich sehe Orte, Szenen, Dinge und Menschen, die ich am liebsten in ein Bild installieren möchte.

Wenn ich shoppen gehe suche ich ständig nach Dingen und Klamotten, sich sich fotografisch gut mit einem Portrait vereinen lassen. Menschen die an mir vorbei gehen möchte ich manchmal einfach gerne ansprechen, um sie zu fragen, ob sie sich mal von mir fotografieren lassen würden. Von manchen Orten mache ich Fotos mit meinem Handy, damit ich diese Location im Hinterkopf behalte. Und es vergeht kein Tag, an dem ich mir Gedanken um mögliche Projekte mache, die ich gerne einmal umsetzen würde. Ich bin verliebt in die Fotografie und verliebt in die Gesichter davor.

Vielleicht verirrst du dich ja auch mal zu mir. 🙂

“The most colorful thing in the world is black and white, it contains all colors and at the same time excludes all.”
VIKRAM VERMA
“When you photograph people in color, you photograph their clothes. But when you photograph people in Black and white, you photograph their souls!“
TED GRANT
“Don’t shoot what it looks like. Shoot what it feels like.“
DAVID ALAN HARVEY